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Ein Blick hinter PCM

Entwicklung, Sicherheit
& Transparenz

Wie Print Calc Manager entstanden ist, warum es kostenlos bleiben soll und was vor einer Veröffentlichung geprüft wird. Ohne das Versprechen, dass Software niemals Fehler macht.

Stand: 15. Oktober 2026 · Technische Bestandsaufnahme des Arbeitsstands 1.3.4

Arbeitsstand, nicht Release-Nachweis

Die technischen Angaben und Testzahlen auf dieser Seite beziehen sich auf den kommenden Arbeitsstand 1.3.4. Sie sind keine Bestätigung, dass jede beschriebene Maßnahme bereits in deiner installierten Version enthalten ist. Welche Version aktuell veröffentlicht ist, zeigt der Downloadbereich. Ein erfolgreicher Release-Check für 1.3.4 wird hier nicht vorweggenommen.

01 · Die Entstehung

Aus Excel-Frust wurde PCM.

Print Calc Manager ist aus einem ganz praktischen Wunsch entstanden: Ich wollte die Organisation rund um meinen 3D-Druck einfacher machen. Statt mich weiter mit Excel zu ärgern, habe ich angefangen, ein eigenes Programm dafür zu entwickeln.

Aus der Kalkulation ist nach und nach ein Werkzeug für Materialbestände, Aufträge, Rechnungen und weitere Abläufe geworden. Eure Rückmeldungen helfen mir dabei, Lücken zu erkennen und neue Funktionen sinnvoll weiterzuentwickeln.

Kalkulation in Print Calc Manager mit Materialpositionen und Tabs
Die Kalkulation als Ausgangspunkt. Beispielansicht aus dem Arbeitsstand 1.3.4; Bild zum Vergrößern öffnen.
02 · Die Motivation

Ein Werkzeug, für das nicht schon wieder bezahlt werden muss.

„Ich habe mir selbst immer so etwas gewünscht, ohne dafür zahlen zu müssen. Mir macht es Freude, daran zu arbeiten und zu sehen, dass andere es auch nutzen wollen.“

Ich möchte, dass PCM dauerhaft kostenlos bleibt. Für so vieles muss man bereits bezahlen. Deshalb will ich ein nützliches Werkzeug anbieten, für dessen Nutzung keine zusätzlichen Kosten anfallen. Mir macht die Entwicklung Freude, und es motiviert mich zu sehen, dass andere PCM ebenfalls nutzen möchten.

Für die Nutzung ist eine kurze kostenlose Registrierung für einen Lizenzschlüssel erforderlich. Kostenlos bedeutet dabei nicht, dass beliebige Weiterverwendung oder Weitergabe des Quellcodes erlaubt ist; dafür gelten die Lizenzbedingungen.

Ebenso wichtig ist die Unabhängigkeit von einem Cloud-Arbeitskonto: Die täglichen Arbeitsdaten liegen auf dem eigenen Gerät. Einzelne Dienste benötigen trotzdem Netzwerkzugriff. Welche das sind, steht weiter unten.

03 · Entwicklungswerkzeuge

Mit KI-Unterstützung entwickelt. Von Menschen ausprobiert.

Bei der Entwicklung nutze ich KI, insbesondere OpenAI Codex. Sie unterstützt mich bei der Umsetzung und Überarbeitung von Code, bei der Fehlersuche, beim Schreiben von Tests sowie bei Dokumentation und Übersetzungen.

Das ist kein Ersatz für tatsächliche Nutzung. Auch KI-generierter Code kann fehlerhaft sein, Anforderungen missverstehen oder Fälle übersehen. Deshalb werden Änderungen durch automatisierte Prüfungen und manuelle Abläufe im Programm überprüft.

Die Entscheidung, eine Version zu veröffentlichen, treffe ich selbst. Ein KI-Vorschlag oder ein grüner Testlauf ist für sich allein keine Freigabe und kein unabhängiges Sicherheitsgutachten.

Der Einsatz von Codex bei der Entwicklung ist von der Nutzung der fertigen Anwendung zu unterscheiden: Er bedeutet nicht, dass deine Kalkulationen, Kundenlisten oder Rechnungen dadurch an Codex übertragen werden.

04 · Manuelle Funktionstests

Vor jedem Release spiele ich einen vollständigen Ablauf durch.

Ich teste vor jedem Release den Weg von der Kalkulation bis zur Rechnung. Dazu gehören:

  1. Eine Kalkulation anlegen und Druckdaten per G-Code-Import übernehmen.
  2. Die Daten prüfen und den Auftrag bis zum Auftragsabschluss bearbeiten.
  3. Eine Rechnung erstellen und den Rechnungsablauf prüfen.
  4. Die Rechnung wieder bearbeiten und die Änderungen kontrollieren.
  5. Je nach Änderung zusätzlich die neuen oder betroffenen Funktionen ausprobieren.

Ich arbeite gerne mit Nutzern zusammen, die PCM im Alltag ausprobieren und mich beim Testen unterstützen. Manche Drucker, Betriebssysteme oder Konstellationen kann ich selbst nicht testen. Umso dankbarer bin ich für die hilfsbereiten Menschen, die ihre Erfahrungen teilen und gemeinsam mit mir nach Lösungen suchen.

Wenn euch ein Fehler auffällt, den ich nicht entdeckt habe, habe ich dafür ein offenes Ohr. Genauso freue ich mich über Wünsche und Vorschläge aus der Community, zum Beispiel im Discord. Nicht jede Idee lässt sich sofort umsetzen, aber eure Rückmeldungen helfen mir, PCM sinnvoll weiterzuentwickeln.

Diese Zusammenarbeit ergänzt meine eigenen Tests. Sie ersetzt jedoch keine vollständige Prüfung jeder Kombination aus Drucker, Betriebssystem, Slicer und Netzwerk.

Auch dabei kann etwas durchgehen.

Manuelle Tests prüfen echte Abläufe, decken aber nicht jeden Sonderfall ab. Ich kann nicht zusichern, vor jedem Release alle Funktionen auf Windows, Linux und macOS vollständig manuell zu prüfen.

05 · Automatisierte Prüfungen

Was der Release-Check tatsächlich macht.

Der vorhandene Release-Check führt die folgenden Schritte nacheinander aus. Schlägt ein Schritt fehl, wird der Ablauf abgebrochen und nicht als erfolgreich abgeschlossen gemeldet.

14Schritte im Release-Check
98automatisierte Testdateien
25Dateien für UI-Tests

Gezählt im Quellstand am 15.10.2026: 98 Dateien unter tests und 25 unter tests-ui. Das sind Dateien, nicht einzelne Testfälle, keine Erfolgsquote und kein Nachweis eines aktuellen erfolgreichen Testlaufs. Der Umfang verändert sich mit der Entwicklung.

  1. Vollständigkeit des Quellbaums kontrollieren.
  2. Eine frische Installation der Abhängigkeiten prüfen.
  3. Patchnotes auf Vollständigkeit und Konsistenz prüfen.
  4. Patchnotes für das Programm erzeugen.
  5. Abhängigkeiten auf bekannte Sicherheitsmeldungen prüfen.
  6. Codeprüfung mit dem Linter ausführen.
  7. Typprüfung ausführen.
  8. Zustands- und Plausibilitätsprüfungen ausführen.
  9. Zusammenhängende, E2E-nahe Abläufe testen.
  10. Die vollständige automatisierte Testsuite ausführen.
  11. Den Produktionsbuild erzeugen.
  12. Bedienabläufe in Electron automatisiert prüfen.
  13. Den Windows-Live-Installer bauen.
  14. Die erzeugten Release-Artefakte prüfen.

Die Tests betreffen unter anderem Berechnungen, Datenzustände, Backups, Importe, Rechnungen und Bedienabläufe. Ein Test prüft jeweils definierte Erwartungen; er beweist nicht, dass alle denkbaren Fälle korrekt funktionieren.

Der beschriebene Check baut den Windows-Installer. Linux- und macOS-Pakete werden über separate Build-Wege erstellt. Ein erfolgreicher Windows-Check ist deshalb kein Nachweis, dass jede Funktion auf allen Plattformen praktisch getestet wurde.

Nach den technischen Prüfungen und meinen manuellen Tests entscheide ich über die Veröffentlichung. Der Release-Check veröffentlicht nicht automatisch allein aufgrund grüner Ergebnisse eine neue Version.

06 · Lokale Daten und Verbindungen

Lokal arbeiten heißt nicht vollständig offline.

Inventare, Kalkulationen, Kunden, Aufträge, Rechnungsdaten und Einstellungen werden grundsätzlich lokal auf dem Gerät gespeichert. Backups und Exporte enthalten je nach Umfang ebenfalls vertrauliche Daten und gehören an einen geschützten Speicherort.

Lizenz und Registrierung
Für Lizenzanfragen, Aktivierung und Prüfung kommuniziert PCM mit dem Lizenzserver. Dazu gehören die für den Vorgang erforderlichen Angaben wie E-Mail-Adresse bei einer Anfrage sowie Lizenz- und Geräteinformationen bei der Prüfung.
Updates und Wechselkurse
Versionsinformationen, Programmdateien und Wechselkurse werden bei Nutzung dieser Funktionen von externen Diensten abgerufen. Diese Funktionen benötigen keine Übertragung deiner Kunden- oder Rechnungslisten.
Bambu-Drucker
Die aktivierte Anbindung kommuniziert mit dem gewählten Drucker im erreichbaren privaten Netzwerk und liest Druckinformationen bzw. Dateien. Verbindungsdaten werden lokal gespeichert und können in Backups enthalten sein.
Anycubic
Die Dateiübernahme nutzt lokale Slicer-Dateien. Die Anbindung kann daneben je nach Funktion und Konfiguration mit dem Drucker und Anycubic-Diensten kommunizieren. Ein hinterlegtes Token ist eine vertrauliche Zugangsinformation.
Sync Hub
Bei aktiviertem Sync werden Arbeitsdaten zwischen den verbundenen Geräten ausgetauscht. Der aktuelle Sync nutzt HTTP als Transport mit anwendungsseitiger Verschlüsselung der Nutzdaten (AES-256-GCM) und authentifizierten Anfragen. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer vollständig durch HTTPS geschützten Verbindung; Netzwerk-Metadaten können sichtbar bleiben. Nutze vertrauenswürdige Netze und gib den Sync-Code nicht öffentlich weiter.
Support und externe Links
Bei einer Support-Anfrage werden die dafür eingegebenen Angaben übertragen. Externe Links öffnen den Browser; dort gelten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Sende keine unbereinigten Backups, Lizenzschlüssel, Passwörter oder Tokens mit.

Mehr dazu in Datenschutz, Löschkonzept und Backup-Anleitung. Lokale Dateien sind nicht allein durch ihren Speicherort automatisch verschlüsselt oder vor Zugriff auf den Rechner geschützt.

07 · Sicherheitsmaßnahmen und Grenzen

Prüfen und verbessern, statt Fehlerfreiheit versprechen.

Der aktuelle Code enthält unter anderem eine isolierte und sandboxed Electron-Oberfläche, eingeschränkte Navigation und externe Aufrufe sowie Prüfungen an den Schnittstellen zwischen Oberfläche und Hauptprozess. Importierte und gespeicherte Daten werden validiert.

Diese Maßnahmen reduzieren bestimmte Risiken. Sie sind keine Garantie gegen alle Sicherheitsprobleme und keine Aussage über eine unabhängige Zertifizierung oder einen vollständigen Penetrationstest.

Ein grüner Abhängigkeits-Check heißt nicht „keine bekannten Schwachstellen“.

Der aktuelle Audit-Check blockiert hohe und kritische Meldungen, sofern sie nicht ausdrücklich in einer Ausnahmeliste zugelassen sind. Niedriger eingestufte Meldungen blockieren diesen Schritt nicht automatisch.

Was heißt das für dich?

Eine Sicherheitsmeldung zu einer verwendeten Bibliothek beschreibt ein Problem unter bestimmten Voraussetzungen. Ob daraus ein erreichbarer Angriffsweg in PCM entsteht, hängt unter anderem davon ab, welche Funktion genutzt wird, welche Daten hineingelangen und welche Schutzmaßnahmen greifen. Vier Einträge in der Ausnahmeliste bedeuten deshalb nicht automatisch vier nachgewiesene Angriffswege im installierten Programm. Sie sind aber auch kein Beleg dafür, dass die Risiken ausgeschlossen sind.

Bei den Electron-bezogenen Risiken ist etwa relevant, ob fremde Webinhalte in der App ausgeführt werden können. PCM verhindert zusätzliche Fenster und eingebettete Webviews und begrenzt Navigation. Die Oberfläche läuft isoliert und ohne direkten Node.js-Zugriff. Diese Maßnahmen erschweren bestimmte Angriffswege, reparieren aber nicht die betroffene Bibliothek.

Die dokumentierten extract-zip-Ausnahmen betreffen dagegen den Installationsweg von Entwicklungsabhängigkeiten. Diese Bibliothek wird laut der aktuellen Prüfbegründung nicht für vom Nutzer importierte Archive verwendet. Das unterscheidet das Risiko beim Erstellen der Software vom normalen Dateiimport in PCM; eine unabhängige Entwarnung für sämtliche Importwege ist das nicht.

Für die tägliche Nutzung bleiben deshalb wichtig: Updates aus offiziellen Quellen, ein geschützter Rechner, vertrauliche Zugangsdaten und getrennte Backups. Insbesondere Drucker- und Sync-Verbindungen sollten nur mit vertrauenswürdigen Geräten verwendet werden. Eine Bewertung des konkreten Risikos einer veröffentlichten Version erfordert deren tatsächliches Paket und eine aktuelle Prüfung.

Was bedeutet das für die aktuelle Ausnahmeliste?

Im geprüften Quellstand sind vier Advisory-URLs ausdrücklich zugelassen. Der Prüfcode begründet dies unter anderem mit der festgehaltenen Electron-Version für den getesteten Bambu-FTPS-Import und mit Installationsrisiken im Abhängigkeitspfad. Solche Ausnahmen beheben die zugrunde liegenden Schwachstellen nicht.

Das ist eine Bestandsaufnahme der Prüflogik, kein neuer Sicherheits-Audit aller aktuell veröffentlichten Pakete. Abhängigkeiten, Ausnahmen und Gegenmaßnahmen müssen bei weiteren Releases erneut bewertet werden. Eine Ausnahme darf nicht mit einer behobenen Schwachstelle verwechselt werden.

Für die weitere Pflege ist das Ziel, auf korrigierte Abhängigkeiten zu wechseln und dabei insbesondere den Bambu-Import erneut praktisch zu testen. Nicht mehr benötigte Ausnahmen sollen danach entfernt werden. Die Ausnahmeliste läuft derzeit nicht automatisch ab: Ihre erneute Bewertung ist ein bewusster Prüfschritt, den ein grünes Audit-Ergebnis nicht ersetzt. Es wird kein Termin zugesichert, bis zu dem alle Ausnahmen entfallen.

Installiere Updates aus den offiziellen Quellen, sichere wichtige Daten und prüfe exportierte Rechnungen sowie importierte Druckwerte. Eine SHA256-Prüfsumme hilft beim Vergleich einer Datei, ist aber für sich allein kein Sicherheitsgutachten oder unabhängiger Herkunftsnachweis.

08 · Fehler und Sicherheitsmeldungen

Konkrete Rückmeldungen helfen.

Fragen, Wünsche und normale Fehlerberichte können über den Support oder den auf der Website verlinkten Discord gemeldet werden. Hilfreich sind die PCM-Version, das Betriebssystem, die Schritte bis zum Fehler und die genaue Fehlermeldung.

Vermutete Sicherheitslücken bitte vertraulich per E-Mail an support@printcalcmanager.com melden. Beschreibe den betroffenen Bereich und wie sich das Problem nachvollziehen lässt. Veröffentliche keine Zugangsdaten oder Kundendaten und teste nicht an fremden Geräten oder Daten.

Ein Hinweis wird zunächst eingegrenzt: Ist er reproduzierbar, welche Version ist betroffen, und welche Folgen kann er haben? Korrekturen können zusätzliche Tests und ein Update erfordern. Eine Meldung ist noch keine bestätigte Ursache; ebenso kann ein erfolgreicher einzelner Test nicht jedes Problem ausschließen.

Es gibt hier keine zugesicherte Reaktionszeit, feste Behebungsfrist oder garantierte Erreichbarkeit rund um die Uhr. Änderungen und Korrekturen werden über die jeweiligen Update-Informationen nachvollziehbar gemacht.

Die Bedienung Schritt für Schritt erklärt das Handbuch. Diese Seite beschreibt die Entwicklung und ihre Grenzen.

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